(Foto: Florian Thoß)

AKTUELLES

Ein besonderes Konzert gibt es in Lübeck St. Aegidien, Freitag 23. Oktober, 21 Uhr
Unter dem Titel “Orgelklang und Sprachgestalt” kann man auf der dortigen Homepage lesen:

Die Aktion Kirchenmusiktaler St. Aegidien verbindet Menschen im freiwilligen finanziellen Engagement für die kirchenmusikalische Arbeit an dieser Innenstadtkirche Lübecks. Mit einem monatlichen Beitrag von 30,- € oder einem selbst festgelegten Betrag helfen sie der Kirchengemeinde, den Erhalt der hoch-qualifizierten A-Kirchenmusikerstelle mit der großen Chorarbeit in der Hansestadt zu sichern. Die Spenderinnen und Spender werden über die musikalischen Aktivitäten exklusiv informiert, erhalten ihre Eintrittskarten zu den großen Konzerten des Lübecker Bach-Chores zu besonderen Konditionen und werden jährlich zu ein bis zwei Sonderkonzerten geladen. Selbstverständlich sind die Zahlungen steuerlich absetzbar. Mit dem nächsten Konzert an St. Aegidien möchten wir für den Kirchenmusiktaler werben. Am Freitag, den 23. Oktober wird um 21.00 Uhr Prof. Christoph Schoener, ehemals am Hamburger Michel, ein außergewöhnliches Orgelkonzert gestalten. Unter dem Thema „Orgelklang und Sprachgestalt“ erklingt der Zyklus von Präludien und Fugen op. 35 von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Diese Stücke, original für Klavier, bilden ein musikalisches Feuerwerk an farbigen musikalischen Ideen und Abwechslungsreichtum, sie wurden von Prof. Christoph Bossert für die Orgel transkribiert. Der Schauspieler Rainer Luxem wird Gedichte zur Abendstunde von Hölderlin, Goethe u.a. lesen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Musste verschoben werden, 14 Tage Quarantäne bei der Einreise, nein danke
Litauen: 13. September, Vilnius Kathedrale St. Kazimierz
St. Christoph-Festival,
National Lithuanian Radio nimmt das Konzert auf.

Corona und “Die Kunst der Fuge”
Postiv betrachtet birgt die gegenwärtige Lage auch geschenkte Zeit, die nun das lange geplante und immer verschobene Studium der “Kunst der Fuge” ermöglicht. Kein Werk  für “nebenbei”. Es geht um die Frühfassung des Autographes von 1740, mit etwa 75 Minuten Aufführungsdauer noch gut möglich im Orgelkonzert.
Konzertreif hoffentlich im Herbst 2021. Selbst, wenn es nie zu einer Aufführung kommen sollte, eine sinnvollere Beschäftigung für mich sehe ich nicht. Kein Tag ohne Bach, so mein Motto seit vielen Jahren

Aus der Rezension der Mendelssohn CD in Klassik.heute, 14. April 2020
Schoener fährt die Orgelanlage des Michel schön aus ohne dabei angesichts ihrer orchestralen Möglichkeiten in Effekthascherei zu verfallen. Seine Interpretation unterstreicht den mal lyrischen, mal virtuosen Duktus der Musik ohne zu übertreiben. Gleiches trifft auf seine unaufgeregte Art der Interpretation zu. Schoener spielt mit großer Präzision, was gerade bei einigen Stücken aus op. 35 ziemlich tricky ist, aber auch mit großer Leidenschaft. Man hört: hier spielt jemand auf dem Höhepunkt seines musikalischen Schaffens. Übertreiben ist da gar nicht nötig.
Guido Krawinkel  Klassik.heute 11.04.2020

Rezension:
Schoener begeistert beim Orgel-Akzent
Eine vortreffliche Deutung von Werken von Brahms, Clara und Robert Schumann (Historische Stadthalle Wuppertal)
..…. Schoener gelang eine vortreffliche Deutung dieses Programms. Mit den Dynamiken spielte er sehr nuanciert. Die kammermusikalisch und orchestral gehaltenen Klangfarben widerspiegelten klar die musikalischen Strukturen. Dabei reizte er die Möglichkeiten der Stadthallen-Orgel inklusive Fernwerk voll aus. Gerade mit das wichtigste Variationswerk der Klavierliteratur von Brahms verblüffte. Jeden einzelnen Satz – die Händel-Aria, die 25 Variationen darüber und die abschließende Fuge – des etwas mehr als 30-minütigen komplexen brahmsschen Mammutwerkes gestaltete er dynamisch und klangstilistisch hochmusikalisch anders. Chapeau!
Hartmut Sassenhausen WZ 04.02.2020