(Foto: Florian Thoß)

AKTUELLES

Corona und “Die Kunst der Fuge”
Postiv betrachtet birgt die gegenwärtige Lage auch geschenkte Zeit, die nun das lange geplante und immer verschobene Studium der “Kunst der Fuge” ermöglicht. Kein Werk  für “nebenbei”. Es geht um die Frühfassung des Autographes von 1740, mit etwa 75 Minuten Aufführungsdauer noch gut möglich im Orgelkonzert.
Konzertreif hoffentlich im Herbst 2021. Selbst, wenn es nie zu einer Aufführung kommen sollte, eine sinnvollere Beschäftigung für mich sehe ich nicht. Kein Tag ohne Bach, so mein Motto seit vielen Jahren

Göttingen St. Jacobi und das Festival “Vox Organi” machten es möglich
Fr 22. Mai 18. Uhr Orgelandacht mit Werken von Bach

Corona – bedingt fallen die Konzerte bis auf weiteres aus. Hoffen wir auf den 4. Juli in Lüneburg.

Aus der Rezension der Mendelssohn CD in Klassik.heute, 14. April 2020
Schoener fährt die Orgelanlage des Michel schön aus ohne dabei angesichts ihrer orchestralen Möglichkeiten in Effekthascherei zu verfallen. Seine Interpretation unterstreicht den mal lyrischen, mal virtuosen Duktus der Musik ohne zu übertreiben. Gleiches trifft auf seine unaufgeregte Art der Interpretation zu. Schoener spielt mit großer Präzision, was gerade bei einigen Stücken aus op. 35 ziemlich tricky ist, aber auch mit großer Leidenschaft. Man hört: hier spielt jemand auf dem Höhepunkt seines musikalischen Schaffens. Übertreiben ist da gar nicht nötig.
Guido Krawinkel  Klassik.heute 11.04.2020

Rezension:
Schoener begeistert beim Orgel-Akzent
Eine vortreffliche Deutung von Werken von Brahms, Clara und Robert Schumann (Historische Stadthalle Wuppertal)
..…. Schoener gelang eine vortreffliche Deutung dieses Programms. Mit den Dynamiken spielte er sehr nuanciert. Die kammermusikalisch und orchestral gehaltenen Klangfarben widerspiegelten klar die musikalischen Strukturen. Dabei reizte er die Möglichkeiten der Stadthallen-Orgel inklusive Fernwerk voll aus. Gerade mit das wichtigste Variationswerk der Klavierliteratur von Brahms verblüffte. Jeden einzelnen Satz – die Händel-Aria, die 25 Variationen darüber und die abschließende Fuge – des etwas mehr als 30-minütigen komplexen brahmsschen Mammutwerkes gestaltete er dynamisch und klangstilistisch hochmusikalisch anders. Chapeau!
Hartmut Sassenhausen WZ 04.02.2020